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Die wichtigsten Fakten zu EU-Wagen: Was Sie zahlen und worauf Sie achten sollten.

Ratgeber

Der technisch korrekte Begriff wäre Importwagen. Dies bezeichnet einen Neuwagen, dessen Erstzulassung außerhalb des ursprünglichen Verkaufslandes erfolgt. Der Herstellungsort ist hierbei irrelevant. Der Import von Neufahrzeugen, erfolgt fast immer um einen möglichst niedrigen Preis zu erzielen.

Der Import erfolgt fast ausnahmslos innerhalb der EU (daher die Volksbezeichnung), da hier einheitliche Regelungen für Umweltschutz und Sicherheit Anwendung finden, aber auch um die Herstellergarantie einschränkungsfrei nutzen zu können.

Wenngleich der Begriff des EU-Fahrzeugs als Sammelbegriff gelten darf, stellt der Re-Import eine kleine Sonderform dar. Das KFZ wurde hierbei in Deutschland für ein anderes EU-Land produziert, aus- und wieder eingefahren. Es ergeben sich hierbei keine speziellen Vor- oder Nachteile, kritisiert wird aber die CO2-Bilanz.

Warum EU-Fahrzeuge günstiger sind:

Wettbewerb

Das Image und die Nachfrage der einzelnen Marken variieren innerhalb Europas. Einige in Deutschland beliebte Wagen –beispielsweise von VW, werden im europäischen Ausland zu auffallend niedrigen Preisen angeboten, um überhaupt im Markt Fuß zu fassen.

Steuern

In Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden, sind neben allgemein höherer Mehrwertsteuer, die gesetzlichen Zulassungskosten beim Neuwagenkauf bis zu 180%. Um in diesen Ländern überhaupt einen Absatz zu generieren, setzen Hersteller die Nettopreise hier so knapp es eben geht
an. Bei Import und Erstzulassung in Deutschland, kommen neben 19% Mehrwertsteuer, lediglich die üblichen Kosten für Zulassung und Versicherung auf Sie zu. Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber- was Sie ein Auto wirklich kostet.

Kaufkraft

Das durchschnittliche Einkommen wie auch der Geldwert, schwanken innerhalb der Europäischen Union erheblich. Auch Hier müssen Hersteller ein und das selbe Kraftfahrzeug zu unterschiedlichen Preisen anbieten um Absätze zu generieren.

Absatzzahlen

Wie schon beim Tageswagen, wird der Verkauf ins Ausland genutzt um Statistiken zu optimieren. Gerade für Händler ist diese Maßnahme teils existenziell um Ihren Status oder etwaige Bonuszahlungen nicht zu verlieren. Hierbei sind Händler zu enormen Rabatten bereit.

Gibt es Nachteile beim Kauf eines EU-Wagens?

Prinzipiell sind die Anforderungen an Qualität und Sicherheit Eu-weit gleich. Aufgrund unterschiedlicher Märkte, unterscheiden sich jedoch die Ausstattungsvarianten teils erheblich. So haben südliche Länder eher Klimaanlage als Sitzheizung und Unterbodenversiegelung. Bei nördlichen Ländern sind ESP und Schneeketten teils mit im Paket. In Einzelfällen sind die Unterschiede erheblicher und relativ versteckt. Um eine luxuriöse Soundanlage zu ermöglichen, gibt es im Gegenzug nur einen Fahrzeugschlüssel oder Trommelbremsen (anstelle von Scheibenbremsen).

Ein recht typisches Problem ist die fremde Sprache in der Anleitung und dem internen Navigationssystem.

Lohnt sich der Kauf eines EU-Wagens?

Trotz zusätzlicher Überführungskosten, liegen Sie im Vergleich meist noch unter dem besten Neuwagenrabatten. Wichtig ist, wie beim Gebrauchtwagenkauf, der Gewährleistungsanspruchachten Sie darauf, wer im Vertrag als Verkäufer auftritt. Eine Inanspruchnahme Ihrer Rechte über Ländergrenzen hinweg gestaltet sich oft schwierig. Alternativen stellen auch Tages- und Vorführwagen dar- Lesen Sie mehr dazu in unserem
Vergleichsreport.

Kann ich das nicht auch selbst?

Hierzu müssten Sie, vor Ort oder online, verschiedene Anbieter in einer Fremdsprache vergleichen. Anschließend, unter Ihnen fremden Recht, einen Vertrag aushandeln, alle nötigen Überführungsunterlagen beantragen und eine Spedition beauftragen. Billiger kommen Sie auf diese Weise meist nicht, da Händler bei Kauf und Überführung einzigartige Konditionen genießen.

 

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