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Typische Fehler beim Gebrauchtwagenkauf

von Auto-Motor-Welt Ratgeber

Typische Fehler beim Gebrauchtwagenkauf
Bildquelle: www.dchaot.de

Nehmen Sie einen Bekannten mit KFZ-Erfahrung mit. Zum einen um nach bekannten Schwachstellen Ausschau zu halten und für die realistische Einschätzung des Preises, aber auch um übereilte Entscheidungen zu vermeiden.

Haben Sie bereits ein bestimmtes Modell im Auge, belesen Sie sich mit persönlichen Erfahrungsberichten online. Wie zuverlässig wird der Wagen eingeschätzt? Welche Probleme traten immer wieder auf? Typische Schwachstellen und Wartungsintervalle, finden Sie oft auch im unabhängigen Gebrauchtwagenwiki.

Wann ist dem Verkäufer nicht zu trauen?

Ein möglicherweise versteckter Mangel wird bei einigen Händlern dadurch deutlich, dass dieser versucht die Gewährleistung zu umschiffen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber- privat oder beim Händler, wo kaufen Sie Gebrauchtwagen besser? Lassen Sie sich nie zu einem schnellen Abschluss drängen. Kaufen Sie nur wenn Sie sich lückenlos beraten fühlen und mit der Wahl Ihres Gefährts wirklich zufrieden sind. Lesen Sie zuvor Kundenstimmen im Internet nach.

Mögliche Anzeichen für einen Tachobetrug

Die Methoden sind hier nicht nur ausgeklügelter, sondern leider auch einfacher geworden. Gehen Sie daher ruhig nach Ihrem persönlichen Eindruck, wenn Sie sich fragen:

  • Passen Preis und Tachostand zueinander?
  • Scheint der Kilometerstand gut zur Abnutzung von Sitzen, Lenkrad und Pedalauflagen zu passen?

Ein kleiner Trick ist der Ölwechsel-Aufkleber unter der Mottorhaube. Soll bei 400.000 Km Laufleistung der nächste Ölwechsel erfolgen, ist ein Tachostand von 10.000 Km vollkommen unmöglich. Zum Vergleich: in der Regel sollte Motoröl alle 30.000 Km ausgewechselt werden.

Wohin Sie schauen müssen

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Schauen Sie zuerst ins Scheckheft
Ist dieses lückenlos gepflegt und stimmt der Kilometerstand? Ein gepflegtes Scheckheft weißt ebenso die Kilometerstände bei den jeweiligen Hauptuntersuchungen auf.

Nach Fahrgestellnummer und Produktionsmarken.
Die Fahrgestellnummer finden Sie in den Fahrzeugpapieren oder als kleine Plakette im Motorraum. In vielen Fällen Gibt die zehnte Stelle hier das Produktionsjahr des Wagens an. Dieses sollte relativ nah an der angegebenen Erstzulassung liegen. Produktionsmarken finden sich oft am leichtesten als „Waschzettel“ an den Sicherheitsgurten. Nach Spalten ungleichmäßige Lücken zwischen den einzelnen Karosserieteilen –also entlang der Türen, der Motorhaube und der Kofferraumklappe- können ein Anzeichen für einen verschwiegenen Unfallschaden sein.

In den Motorraum
Im Rahmen einer herkömmlichen Aufbereitung ist die Motorraumwäsche oft eine Standardprozedur. Beim Privatkauf könnte es jedoch dazu dienen, undichte Stellen zu tarnen. Am besten schauen Sie nach der Probefahrt.

Darunter und Dahinter
Bei einem Blick unter den Wagen erkennen Sie einen fehlenden oder beschädigten Unterbodenschutz, oftmals durch Rostschäden. Besonders rostanfällig ist meist auch der Auspuff. Auf Alles das blinkt und leuchtet Überprüfen Sie die Funktion aller Blinker und Scheinwerfer. Schalten Sie die Zündung- hierbei sollten sämtliche Kontrollleuchten kurz aufblinken.

Auf die Reifen
Diese sollten unbedingt gleichmäßig abgefahren sein, ansonsten besteht ein Problem- beispielsweise eine falsch eingestellte Spur. Beanspruchen Sie in jedem Fall die Möglichkeit einer Probefahrt, um auch Kupplung, Stoßdämpfer und Bremsen zu testen. Hören Sie hierbei mit offenem Fenster nach verdächtigen Motorgeräuschen. Gegen eine geringe Gebühr, können Sie bei Dekra, ADAC, TÜV oder freien Werkstätten einen Gebrauchtwagencheck vornehmen lassen.

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