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Auto-Motor-Welt Glossar

In unserem Glossar behandeln wir wichtige Begriffe und Fachausdrücke aus der automobilen Welt.

AU

Auch als ASU bekannt, ist die sogenannte Abgasuntersuchung. Seit 2010 kann sie in die HU integriert werde. Die bis dahin geltende AU-Plakette am Kennzeichen entfiel. Im Rahmen der AU werden die sogenannten “Umweltplaketten” vergeben.

ABS

Das Anti-Blockier-System, kurz ABS, verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen auf nassen oder glatten Strecken – somit letztendlich das Schleudern, Aussbrechen und Verunglücken des Wagens. Über elektronische und hydraulische Bauteile wird die Drehzahl aller Räder angeglichen. 

Benziner

Die umgangssprachliche Bezeichnung für Fahrzeuge mit Ottomotoren. Der Treibstoff ist eine Zusammensetzung aus Produkten der Erdölraffinerie und verschiedenen Additiven. In Deutschland sind verschiedene Sorten Super und Bleifrei geläufig.

Bastlerfahrzeug

Ursprünglich bezeichnend für “Unfallwagen” oder zum Autos zum “ausschlachten”, wird dieser Ausdruck gerne missbraucht um die Gewährleistung bei Gebrauchtwagen auszuschließen. Entspricht die Benennung allerdings nicht dem tatsächlichen Zustand, ist dieser Sachmängelhaftung nicht rechtswirksam zu entsagen.

CNG

Die englische Abkürzung für natürliches, komprimiertes (nicht jedoch verflüssigtes) Erdgas. Durch die deutlich besseren Emissionswerte, bestehen in Deutschland momentan verschiedene Subventionen für Erdgasfahrzeuge- der Liter ist bis zu 40% günstiger als herkömmliche Kraftstoffe. Auch die KFZ-Steuer fällt aktuell noch deutlich niedriger aus.

Diesel

Ein Treibstoff aus Kerosin, Additiven, verschiedenen Anteilen von Biodiesel und Mitteldestillaten der Erdölraffinerie. Im Vergleich zum “Benziner”, rechnet sich ein Dieselfahrzeug für Vielfahrer oft noch.

Drehmoment

Bestandteil der Motoren-Leistungsangabe. Die Höhe ergibt sich aus der Größe des Hubraums und der Motorenart. Höhere Drehmomente erzeugen oftmals ein stärkeres (erwünschtes) Beschleunigungsgefühl. Dieselmotoren sind hierfür nicht angelegt, Benzinmotoren erreichen entsprechende Leistungen durch einen Turbolader.

Erstzulassung

Meist die einzige in den Papieren ersichtliche Altersangabe, stellt die verkehrsrechtliche Inbetriebnahme des KFZ dar. Leider können Produktionsdatum und Erstzulassung in einigen Fällen (Vorführwagen, Tageswagen etc) stark voneinander abweichen. Besonders wichtig ist die Erstzulassung für die Einstufung des Wagens als "Oldtimer", und die mit dem Bestandsschutz verbundenen Vorteile.

ESP

Die Farhdynamikregelung, beziehungsweise das Elektronische Stabilitätsprogramm, ist ein elektronischer Fahrassistent welcher einem Ausbrechen des Kraftfahrzeugs durch die Bremskraftkontrolle jedes einzelnen Rades entgegenwirken soll. Klingt dies schon ähnlich dem ABS, ist es doch die Weiterentwicklung dessen- eine Kombination mit ASR, elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent.

Flugrost

Ein korrodierter Niederschlag von Eisenstaub welcher sich, unbehandelt, in den entsprechenden Untergrund einfressen kann. Bei im Freien lagernden Fahrzeugen betrifft dieses Problem besonders die Bremsscheiben, oft schon nach wenigen Wochen. Auch ein unbehandelter Unterboden, oder schwer zu reinigende Fugen sind anfällig hierfür.

Felgen

Früher, herstellungsbedingt, noch in Felge und Rad zu unterscheiden, bezeichnet es mittlerweile auch ganz offiziell das Rad eines Autos ohne Reifen. Leichtmetall- oder optisch besonders aufwendige Felgen können den Weiterverkaufswert eines Gebrauchtwagens erheblich beeinflussen. Stahlfelgen (üblicherweise bei Winterreifen) sind oftmals aus ästhetischen Gründen durch eine Radkappe verdeckt.

Gewerbliche Nutzung

Ganz gleich ob schicker Dienstwagen, Taxi oder Fahrschul- oder Mietwagen: Gesetzlich betrachtet nicht mangelhaft, sind diese auf dem Gebrauchtwagenmarkt unbeliebt und ihre Vergangenheit wird gern verschwiegen. In den meisten Fällen wird eine weniger sorgsame Behandlung (dafür mehr Fahrten auf Kurzstrecken) als bei Privatfahrzeugen angenommen.

Garagenwagen

Oftmals gleichzusetzen mit "Rentnerfahrzeug". Keinesfalls sollte ein solches weniger sorgsam geprüft werden als jeder andere Gebrauchte. Lager- oder Getriebeschäden sind keine Seltenheit, auch müssen derartige Fahrzeuge oftmals ausschließlich für Kurzstreckeneinsätze herhalten. Auch kleine Dellen sind bei betagten Fahrern keine Seltenheit. Der Vorteil: Oftmals sind die Wagen sehr gut scheckheftgepflegt, vor Sonne und Niederschlag geschützt und im Innenraum sehr gepflegt.

HU

Der Durchschnittbürger kennt diese Hauptuntersuchung oft fälschlicherweise als TÜV. Anhand aktueller gesetzlicher Regelung, werden in Deutschland zugelassene Fahrzeuge hierbei regelmäßig auf Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Vorschriftmäßigkeit untersucht. Auch Kurzzulassungen erhält man mittlerweile ausschließlich mit gültiger HU- Plakette.

Isofix

Ein fest mit dem Auto verbundenes Befestiggungssystem für verschiedene Kindersitze. Achten Sie beim Kauf einer zulässigen Rückhalteeinrichtung unbedingt auf die Kompatibilität mit Ihrem Wagen. Vorteil hierbei ist eine bessere Unfallstatistik, jedoch kann die Vorrichtung die Sitze beschädigen.

Jahreswagen

Hauptmerkmal des Jahreswagens, ist eine Erstzulassung vor weniger als 12 Monaten und weniger als 24 Monate nach Produktion. Oft betrifft dies ehemalige Leasingfahrzeuge oder die Dienstwagen von Mitarbeitern der Automobilbranche. Beliebt sind Jahreswagen, da hier ein beinahe neues Fahrzeug, oft noch mit Garantie, mit minimiertem anfänglichen Wertverlust zu erwerben ist.

Kurvenlicht

Schweinwerfer deren Ausrichtung an Lenkradbewegungen gekoppelt sind werden auch Kurvenlicht genannt. Sie dienen der Sicherheit, da ein voraussehenderes Fahren im Dunkel möglich ist. Die Kurzform in Steckbriefen hierfür ist AFS (bei Opel AFL).

K-Car

Aus dem japanischen schwappte diese Bezeichnung (manchmal in der Schreibweise: Kei-Car) für die neuen Kleinstwagen (in Deutschland alles unter 3,50m) zu uns herüber. Die EU-Komission nutzt den weniger bildlichen Begriff A-Segment.
Die bekanntesten Vertreter hierzulande waren (außerhalb der DDR) Mini, Smart, Twingo und Panda.

Laufleistung

Zu unterteilen in den Kilometerstand (als bisherige Laufleistung) und der gesamten bzw. restlichen Lebenserwartung des Pkw. Bei Kilometerzählern mit 5 Stellen, lässt sich die tatsächlich erbrachte Fahrleistung oft nur aus den Scheckheft erahnen. Um einen manipulierten Tacho zu erkennen, vergleichen Sie den Gesamtverschleiß des Wagens mit dem Kilometerstand.
Die Lebenserwartung ist für die einzelnen Automodelle nicht vorherzusehen- Sie ist vorrangig von der individuellen Pflege und Behandlung des Wagens abhängig.

LED - Scheinwerfer

Zu unterscheiden ist hierbei in Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Abblendlicht und die Ausführung reiner Zusatzfunktionen (Blinker, Bremslichter etc.) durch Leuchtdioden. Verbreitung finden sie durch den Ruf besonders sparsam, langlebig und leuchtstark zu sein. Jedoch ist es nicht möglich nur einzelne Dioden auszutauschen- aus rechtlichen Gründen, dürfen sie ihren Einsatz  nur als komplettes Bauteil finden. Dennoch rechnen sie sich auf Dauer in vielen Fällen gegenüber Halogen- oder Xenonlichtern.

Microvan

Einerseits stellt der Microvan den Versuch dar, aus dem Kleinstwagen eine Art Hochdachkombi zu entickeln, andererseits steht der Begriff für eine spezielle Art Kleintransporter.

Neuwagen

Mitnichten ist ein Neuwagen immer frisch vom Band, mit weniger als 10 km Laufleistung und noch nie zugelassen. Hierunter fallen Importwagen, Tageszulassungen und Vorführmodelle.
Umgekehrt ist ein Wagen, auf welche diese Eigenschaften zutreffen nicht immer ein Neuwagen. So kann dieser durchaus Lagerschäden aufweisen oder seinen Status automatisch 2 Jahre nach Produktionsdatum verlieren.

Oldtimer

Grundsätzlich, kann ein KFZ jeder Art nach Ablauf von 30 Jahren (nach Erstzulassung) einen Oldtimerstatus beantragen und verschiedene geldwerte Vorteile genießen. Mithilfe eines Gutachtens wird beurteilt, ob sich das Fahrzeug in deinem originalgetreuen (oder zeitgenössischen) guten Zustand befindet.

Ottomotor

In Gedenken an den Miterfinder des Viertaktverfahrens , Nicolaus Otto, wird für einen 2- oder 4 taktigen Benzinmotor auch der Begriff Ottomotor verwendet.

Re-Import

Werden für das Ausland produzierte Wagen, vor Ort preiswert erstanden, um sie anschließend im eigentlichen Produktionsland zuzulassen, spricht man von ReImport. Hierbei kann es vorkommen, dass die Ausstattung landestypisch abweicht.

Rußpartikelfilter

Ein Bauteil (oft auch nachgerüstet) für Dieselfahrzeuge, um deren Feinstaubemission zu verringern. Geläufig sind hierbei Wandstromfilter (die Abgase strömen klassisch durch eine durchlässige Filterwand) und Nebenstromfilter (Abgase werden durch filtrierende Kanäle an der inneren Oberfläche des Filters geleitet).

Scheckheft

Oft werden hier englische Analogien gebildet, was zu der falschen Schreibweise "Checkheft" (von to check- überprüfen) führt. Auch üblich sind Wartungs- oder Serviceplan, bei neueren Fahrzeugen DSB (digital service booklet).

Servolenkung

Die Servolenkung, ist eine hydraulische oder elektronische Lenkhilfe. Sie verstärkt die Lenkkräfte des Fahrers, um gerade beim Einparken oder langsamen Fahren, kraftvolles "kurbeln" des Fahrzeugführers zu erübrigen.

TÜV

Oft die falsche, umgangssprachliche Bezeichnung der regelmäßigen Hauptuntersuchung. 
Der Technische Überwachungsverein übernimmt grundsätzlich zwar auch KFZ-Überprüfungen, ist aber keinesfalls auf diese beschränkt.

Tageszulassung

Eigentlich "Kurzzulassung" (auch Kurzkennzeichen) und bis zu 5 Tagen gültig. Meist werden diese für Probefahrten und Überführungen verwendet. Seit 2015 werden diese nur noch mit KFZ-Haftpflicht und gültiger HU erteilt.

Unwucht

Die Unwucht bezeichnet das Abweichen von Trägheits- und Rotationsachse, in diesem Kontext meist am Reifen. Dies führt zu ungleichmäßiger Abnutzung des Pneu. Die Radauswuchtungsmaschine errechnet die Unwucht, welche durch Auswuchtungsgewichte an der Felge ausgeglichen werden.

Vorführwagen

Das Ausstellungsstück des jeweiligen Modells im Autohaus. Es lässt sich keine einheitliche Aussage zu Vorführwagen treffen: Während einige nur dekorativ sind oder probegesessen werden, dienen andere Probefahrten (meist Kurzstrecken) oder werden Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Wenngleich sich so preisgünstig ein relativ neues Automobil anschaffen lässt, sind individuelle Nutzung und Verschleiß genau zu untersuchen.

Winterreifen

Bei winterlichen Straßenverhältnissen besteht in Deutschland Winterreifenpflicht. Im Unterschied zu Sommerreifen, verfügt die Gummimischung über eine kältebeständigere Elastizität und haltgebende Lamellen. Ganzjahresreifen sind, je nach Region und jährlicher Fahrleistung, eine zulässige Alternative.